Die “zytoplasmatische” Therapie in der Tiermedizin
Unter zytoplasmatischer Therapie versteht man eine Behandlung mit Stoffen, die aus den Zellen (Zellinhalt=Zytoplasma) gesunder Schlachttiere (Rind ,Schafe, Ziegen) gewonnen werden. Diese Therapie ist nicht zu verwechseln mit der sogenannten Frischzelltherapie oder der Therapie mit Trockenzellen.
Bei der zytoplasmatischen Therapie wird der Zellinhalt so verarbeitet und verfremdet, dass es kaum zu allergischen Reaktionen kommen kann. Auch eine Ansteckung mit Viren oder Bakterien kann ausgeschlossen werden, da evtl. vorhandene Keime bei der Verarbeitung abgetötet werden.
Die Behandlung mit zytoplasmatischen Präparaten empfiehlt sich vor allem bei chronischen, degenerativen oder immer wiederkehrenden Erkrankungen. Bei richtiger Anwendung hilft sie auch dann, wenn die Krankheit aus schulmedizinischer Sicht als unheilbar gelten muss. Sie bewirkt eine Regeneration (Wiederherstellung) der betroffenen kranken Organe und Körperteile.
Als Beispiel sei hier die Hüftgelenksdysplasie des Hundes genannt, unter der vor allem großwüchsige Rassen und hier ganz besonders der Schäferhund zu leiden haben. Zur Verformung (Dysplasie) der Hüftgelenke kommt es dann, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammentreffen: Veranlagung, Fehlernährung, Mangeldurchblutung, zu schnelles Wachstum, aber auch Unfälle während der Wachstumsphase.
Die Folgeerscheinungen der Hüftgelenksdysplasie (Schmerzen in Hüft- und Kniegelenken, Lahmheit usw.) werden meist mit schmerzstillenden Mitteln (Cortison, Phenylbutazon usw.) bekämpft. Für längere Zeit Beschwerdefreiheit schafft die Entfernung je eines kleinen Stückes aus zwei bestimmten Muskelsträngen, die sog. ”partielle Myektomie der Musculi pectinei”. Eine weitere Operationsmethode ist die Entfernung der Hüftköpfe, die bei kleinen Rassen (Katzen bis Spaniel) eigentlich immer zum Erfolg führt. Bei großen Rassen wird diese Operation seit einiger Zeit auch ausprobiert.
Der künstliche Hüftgelenkersatz, der in der Humanmedizin (z. B. in Breisach) mit großem Erfolg durchgeführt wird, ist in der Tiermedizin recht problematisch, weil die Hunde nach der Operation sehr schwer dazu zu bringen sind, sich zu schonen. Zudem erfordert diese Operation einen hohen finanziellen Aufwand (2000-4000 DM pro Seite!). Finanziell ähnlich aufwändig ist das operative Zersägen, Kippen und wieder Zusammenplatten des Beckens.
Um es gleich zu sagen, auch die zytoplasmatische Therapie ist nicht “billig”, aber gemessen an den Erfolgsaussichten und der allgemeinen Aufmunterung und Wiederbelebung der Tiere (auch Menschen) eine sehr preiswerte Therapie.
Die Behandlung ist denkbar einfach: An 5 Tagen werden sogenannten ”Dilutionen”, das sind Verdünnungen des eigentlichen Präparates, gespritzt, um den Körper auf die Therapie einzustimmen. Nach 2-3 Tagen Pause spritzt man dann die sog.”SOL”-Präparate. Auf die Vorspritzen kann man bei älteren Tieren auch verzichten. Die SOL-Behandlung wird nach 3 Wochen, 3 Monaten, 6 Monaten und dann jährlich 1x und/oder nach Bedarf wiederholt.
Die Erfolgsrate dieser Therapie liegt bei ca.87-93%. Sie ist auch bei schwersten Hüftgelenksveränderungen bzw. anderen Organstörungen noch erfolgsversprechend, wenn sie mit viel Geduld intensiv und konsequent durchgeführt wird.
Die Regeneration der Gelenke und der Knorpelsubstanz lässt sich röntgenologisch, wenn überhaupt erst nach vielen Jahren, nachweisen, während die klinischen Beschwerden (Schmerzen, Lahmheit usw.) meist schon nach kurzer Zeit sichtbar (für den Patienten:spürbar) besser werden. Auch das Allgemeinbefinden bessert sich unter der Therapie zusehends.
Weitere Krankheiten, bei denen die
zytiplasmatische Therapie mit Erfolg eingesetzt wird, sind:
-Dackellähme, Herzfehler,
-Herzmuskelschwäche,
-Allgemeine Abwehrschwäche,
-Wachstumsstörungen,
-Hormon- und Stoffwechselstörung,
-Rheuma, orthopädische Beschwerden,
-Allergien, Hauterkrankungen,
-Altersbeschwerden,
-Innere Krankheiten allg.,
-Nierenversagen, Krankheiten der Leber usw.,
-Tumore (Krebs),
-Psychische Störungen,
-Augenerkrankungen,
-und viele mehr.
In Kombination mit Akupunktur, Laser- und Magnetfeldtherapie verringert die zytoplasmatische Therapie die Anzahl der bisher als schwer oder nicht heilbar geltenden Krankheiten bei Mensch und Tier auf ein Minimum, ist zudem völlig nebenwirkungsfrei und verbessert das Allgemeinbefinden und vor allem die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich.